Karlshöhe in Stuttgart mit fantastischem Biergarten

Die Karlshöhe in Stuttgart, Jason Robards und ich – oder so

[vc_row][vc_column][vc_custom_heading text=“Darf es ein bisschen schwäbische Magie sein?“ font_container=“tag:h3|text_align:left“ use_theme_fonts=“yes“][vc_column_text]Seit ich das erste Mal da war, verbinden mich längst einige Jahrzehnte mit der Karlshöhe in Stuttgart. In jungen Jahren hat man sie einfach erklommen, nachts, mit der ganzen Clique im Schlepptau und irgend jemand hat immer eine Flasche Wein mitgebracht, oder eine Gitarre oder beides. Laue Nächte über den Dächern der Stadt wurden zu magischen Nächten. Autos pulsierten durch die Straßen wie beleuchtete Raketenwürmer. Das schöne dabei: man konnte sie sehen, aber nicht hören. Am fast höchsten Punkt gab es eigentlich schon immer diese Plattform, perfekt für Gastronomie, aber irgendwie hat sie es geschafft, für viele viele Jahre in einen Dornröschenschlaf zu fallen.

Oft haben wir kurz vor Sonnenaufgang beschlossen, wir pachten das Ding, werden reich und haben Spaß dabei. Ist nie etwas daraus geworden. Wer weiß, für was das „Nichtmachen“ gut war? Herrlich war auch, morgens, richtig früh morgens, mit dem Moped über die in der Stadt durchaus bekannte Humboldtstraße vorbei an prachtvollen Villen auf die Karlshöhe zu fahren. Während man hier oben durchatmen konnte, stand die Luft im Kessel bereits und legte sich wie ein Weichzeichner über die Häuser. Kopfhörer auf, ein Kaffee im Pappbecher, dazu eine Kippe und den Tag auf sich zukommen lassen. Ja, so war das damals, ein Gefühl der Unsterblichkeit lauerte in jedem von uns.[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“Jason Robards, die Karlshöhe in Stuttgart und ich“ font_container=“tag:h3|text_align:left“ use_theme_fonts=“yes“][vc_column_text]Es gibt aber noch eine ganz spezielle Geschichte, die mich mit der Karlshöhe in Stuttgart verbindet. Und mit dem Schauspieler Jason Robards, dem Regisseur Jerry Schatzberg und dem aus Stuttgart stammenden Schriftsteller Fred Uhlman. Irgendwann im Jahr 1988 kam mir eine Anzeige in die Finger, mit der eine Produktionsfirma Komparsen für einen Kinofilm gesucht hat. Ich meine einen richtigen Kinofilm, der vor dem Start auf vielen Festivals lief. Immerhin gab es 150 Flocken dafür, also warum nicht? Das Vorstellen hat geklappt, sodass ich einst zum 10-Sekunden-Kinostar geworden bin.[/vc_column_text][vc_single_image image=“3516″ img_size=“full“ add_caption=“yes“ onclick=“img_link_large“ full_width=“yes“][vc_column_text]Übrigens ging es mir wie vielen weiteren Komparsinen und Komparsen: wir wurden nicht für höhere Aufgaben entdeckt. Egal. In einem Hotel, gleich in der Nachbarschaft zum noch neuen Jaz in Stuttgart, hatte die Produktionsgesellschaft einen riesigen Raum angemietet und mit Klamotten aus den 30er-Jahren vollgestopft. Damit war zumindest klar, in welcher Zeitspanne der Film spielt.

Nun dachte ich mir, wenn schon, dann lese ich die als Vorlage für den Film dienende Novelle mit dem Originaltitel Mit neuem Namen von Fred Uhlman. Wer reinschnuppern will tut das hier, allerdings wurde der Titel in der Neuauflage in Der wiedergefundene Freund umbenannt. Man will ja wissen, für was man sich hergibt.

Es geht um zwei Jugendfreunde – der eine aus einem alten Adelsgeschlecht, der andere Sohn eines jüdischen Arztes – deren Freundschaft ziemlich schnell am aufkeimenden Nationalsozialismus zerbricht. 30 Jahre später folgt Hans (Jason Robards) dem Ruf seiner alten Schule und kehrt aus den USA zurück, um eine Gedenktafel zu finanzieren. Sein Freund Konradin ist tot. Als Beteiligter am Hitler-Attentat wurde er hingerichtet.

Politik- und Literaturwissenschaftler vermuten hinter Konradin die reale Figur des Claus Schenk Graf von Stauffenberg. Persönliche Kontakte zwischen Uhlman und Stauffenberg konnten nicht nachgewiesen werden, obwohl beide die gleiche Schule besucht haben. So viel dazu. Mir hat der Film im Nachhinein mit seiner melancholischen Grundstimmung recht gut gefallen.[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“Vormittags Winzer auf der Karlshöhe, nachmittags Farbrikarbeiter“ font_container=“tag:h3|text_align:left“ use_theme_fonts=“yes“][vc_column_text]Mir hat man bei Beginn der Dreharbeiten mit Abgleich des Namens zwei Zettel in die Hand gedrückt. Ca. 10 Uhr, jepp, war ich Winzer, dann so gegen 14 Uhr tauchte ich im selben Film als Fabrikarbeiter auf. Okay, dachte ich mir. Warum nicht, man muss ja flexibel sein. Und genau die Winzer-Szene wurde auf der Karlshöhe gedreht. Und by the way, in Erinnerung an die Dreharbeiten stelle ich fest: die Weinreben unterhalb des Biergartens, sie sind einfach weg. Verantwortlich für das Verschwinden war das Weingut Stuttgart, aber zumindest gibt es einen Grund: die Reben waren zu anfällig gegen verschiedene Pilzsorten. Dass das Besprühen der Reben in einem Naherholungsgebiet nicht so prickelnd ist – geschenkt. Alles weitere könnt Ihr hier nachlesen. Der Plan jedenfalls lautet, nach einem Brachjahr neue Reben anzupflanzen. Das freut das Stuttgarter Karlshöhenherz.[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“Die Karlshöhe in Stuttgart: Ein kleines Video-Portrait“ font_container=“tag:h3|text_align:left“ use_theme_fonts=“yes“][vc_column_text]Nach einem Termin bei einer Agentur – ich entspanne mich beim Schreiben der Beiträge in meinem Blog vom Werbetexten – dachte ich, durchquerst du einmal wieder das Grün der Karlshöhe und nimmst ein paar Motive mit deiner DJI Omso Plus (unbezahlte Werbung, ich liebe sie einfach) ins Visier. Entgegen sonstiger Gewohnheiten war die Hasenbergsteige Ausgangspunkt. Man muss eben ein paar Stäffele nuff rutscha wie der Schwabe so schön sagt. Dabei ist das kleine Video-Portrait der Karlshöhe in Stuttgart entstanden. Eigentlich wären noch ein paar Timelaps-Sequenzen auf der Liste gestanden, aber das Wetter wollte nicht so richtig mitspielen. Vorteil: Der Biergarten auf der Karlshöhe war nicht überfüllt. Hat ja auch was. Viel Spaß Euch auf jeden Fall beim Anschauen.[/vc_column_text][vc_column_text]

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[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“Unbedingt mitnehmen: das städtische Lapidarium Stuttgart am Fuß der Karlshöhe“ font_container=“tag:h3|text_align:left“ use_theme_fonts=“yes“][vc_column_text]Nachdem der Spaziergang über die Karlshöhe in Stuttgart über die Hasenbergsteige begonnen hat, bietet sich der Abstieg auf der gegenüberliegenden Seite über die Willy-Reichert-Staffel Richtung Mörikestraße an. Und genau dort befindet sich direkt an der Ecke das städtische Lapidarium Stuttgart. Ein weiterer meiner Lieblingsplätze in der Stadt, der durchaus als Geheimtipp gilt, wenn ihr von auswärts kommt. Weshalb ich dieses Plätzchen so liebe, könnt ihr in einem längeren Blogbeitrag nachlesen. Manchmal, bei schönem Wetter, nehme ich ein Buch mit und genieße die Ruhe, die sonst im Kessel Seltenheitswert hat.

[/vc_column_text][vc_single_image image=“976″ img_size=“full“ add_caption=“yes“ onclick=“link_image“ full_width=“yes“][vc_custom_heading text=“Schwieriges Thema: Parkmöglichkeiten rund um die Karlshöhe“ font_container=“tag:h3|text_align:left“ use_theme_fonts=“yes“][vc_column_text]Falls ihr mit dem Auto anreist: Das mit dem Parken ist echt so eine Sache. Am besten fahrt ihr gleich das Parkhaus am Marienplatz in der Marienstraße 8 an. Fertig. Lange rumkurven und suchen macht wenig Sinn. Bis zum Biergarten auf der Karlshöhe sind es knapp 1000 Meter. Geht also. Alternativ nehmt ihr die Öffentlichen. Haltestellen gibt es ebenfalls am Marienplatz oder alternativ an der Schwabstraße. Oder ihr verbindet das Ganze mit einem Stadtspaziergang über die Tübingerstraße und die Königstraße bis zum Hauptbahnhof. Hat auch was. Wie auch immer, habt viel Spaß.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]

Alles auf einen Blick: Viel Spaß beim Lesen

Author: Andreas Schneider

Mitbegründer der Local Players. Er betrachtet das Portal als Medizin gegen das stets präsente Reisefieber. Seit mehr als 30 Jahren schreibt und werbetextet er für namhafte Unternehmen, kleine Einzelhändler und Startups. Bei Bedarf gerne auch für Sie. Mehr Infos gibt es auf seiner Homepage screentext.de

1 Kommentar zu „Die Karlshöhe in Stuttgart, Jason Robards und ich – oder so“

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