Killesberg Höhenpark - Blumenmeer in bunt

Der Killesberg Höhenpark Stuttgart: eine bunte Oase in der Stadt

Bunt ist fröhlich, temperamentvoll und irgendwie auch sexy. Genau so hat sich der Killesberg Höhenpark bei meinem letzten Besuch im Spätsommer präsentiert. Vom Frühjahr bis zum Herbst können die zuständigen Gärtner und Landschaftsarchitekten aus dem vollen schöpfen. Los geht es nach dem Winter – Krokusse, Anemonen, Winterlinge und natürlich Blausternchen setzen erste Farbtupfer. Und so geht es immer weiter, Schlag auf Schlag. Ab Mitte August etwa kommt die große Stunde der Dahlien, begleitet von unzähligen Rosen, die sich von Mai bis September ebenfalls von ihrer schönsten Seite zeigen.

Historisch betrachtet wurde der Grundstein für den sehenswerten Killesberg Höhenpark im Jahr 1939 gelegt. Der ehemalige Steinbruch verwandelte sich bis zur Eröffnung peu à peu in eine Gartenlandschaft. 1945 lag das Gelände dagegen im wahrsten Sinne des Wortes in Schutt und Asche. Ein Mahnmal aus Stein mit Inschrift weist auf die dunklen Momente während der Nazizeit hin – zahlreiche Menschen wurden von hier aus deportiert. Eine Handvoll Jahre später fand 1950 vor Ort die erste Deutsche Gartenschau der Nachkriegszeit statt. Nach harten und entbehrungsreichen Jahren sehnte man sich wieder nach schönen Dingen, wie die Zahl von knapp 2 Millionen Besuchern nahe legt. Inzwischen ist das großzügige Gelände zu einem beliebten Familienausflugsziel für die Stuttgarter selbst sowie für Touristen aus aller Welt geworden.

Der Killesberg Höhenpark bietet zahlreiche Attraktion für junge und jung gebliebene Besucher. Strahlt die Sonne kräftig und wolkenlos vom Himmel, laden die gepflegten Wiesenflächen zum Picknicken und Träumen ein. Der eine oder andere Student hat hier sicherlich an seiner Diplomarbeit gefeilt und so manche Liebe mag hier ihren Anfang genommen haben.

Den Killesberg Höhenpark vom Cannstatter Eingang aus entdecken

Zumeist starte ich meinen Ausflug auf den Killesberg Höhenpark am Cannstatter Eingang mit dem sich wild aufrichtenden Stuttgarter Pferd – und komme gleich vorbei an einem von Blumenbeeten und kräftigem Grün umschmeicheltem Wasserspiel mit seiner hohen Säule. Zudem weht mir Kinderlachen entgegen. Die Tropfen stäuben durch die Luft wie feiner Sprühregen. Aus dem richtigen Winkel betrachtet, präsentiert sich stolz ein Regenbogen. Wenige Treppen später blickt der Killesberg Aussichtsturm verschmitzt über die Baumwipfel. Die 42 Meter hohe Plattform bietet eine tolle Rundumsicht auf die Landeshauptstadt von Baden-Württemberg, den Höhenpark Killesberg selbst und den etwas weiter entfernten Neckarlauf entlang. Ihr solltet bei der luftigen Konstruktion schwindelfrei sein, vor allem, wenn ein etwas kräftiger Wind weht. Die Schwankungen sind gut spürbar. Ach ja: Ein wenig Kondition schadet nichts, denn ein Aufzug ist nicht vorhanden.

Am Fuße des Turms auf dem Killesberg befindet sich eine Kirmes mit süßen Attraktionen – auch als Jahrmarkt bezeichnet. Der Magnet schlechthin für die Kleinen ebenso wie der Streichelzoo. Nicht zu vergessen die Killesbergbahn, die in einem gemächlichen Tempo kurvenreich durch das Gelände dieselt und dampft. Jedenfalls von Mitte April bis Anfang November.

Genießen im Killesberg Höhenpark

Auch kulinarisch weiß der Killesberg Höhenpark einiges zu bieten. Verschiedene Biergärten und Gastronomiebetriebe laden zum Verweilen ein. Bei meinem letzten Besuch saß ich im Biergarten Killesberg. Das Angebot an Speisen – so das persönliche Empfinden – entspricht einem normalen Standard, die Preise fühlen sich für die Lage human an. Das Bier genau richtig gekühlt, die Bedienung sehr zuvorkommend, jedenfalls war sie in einer guten Tagesform. Eine weitere Alternative ist das Höhencafé direkt am Killesbergturm. Hier kann ich zumindest bestätigen, dass die Aussicht von der Sonnenterrasse aus wesentlich spektakulärer ist.

Der Killesberg Höhenpark und das alljährliche Lichterfest

Adresse für euer Navi:

Stresemannstraße
70 192 Stuttgart

Ebenfalls erwähnenswert ist das einmal jährlich stattfindende Stuttgarter Lichterfest. Der Park fungiert dabei als Veranstaltungsplattform. Feuerwerk und Musik verschmelzen zu einer faszinierenden Einheit. Apropos Musik: Die Freilichtbühne Killesberg ist ein toller Ort für Konzerte. Vor allem lassen sich hier gerne alte Haudegen wie Eric Burdon, die Band Toto und andere Größen der Musikszene sehen. Und hören.

Mein nächster Besuch ist geplant, wenn sich einmal wieder Schnee wie ein weißes Leintuch über den Killesberg Höhenpark legt. Wir werden sehen, ob das der kommende Winter hergeben wird. Entsprechende Bilder folgen. Hoffentlich unverwackelt, falls es so richtig kalt werden sollte.

1 Comment
  1. […] um den Zusammenschluss von insgesamt 6 wunderbaren Parkanlagen. Im Westen der Stadt gehören der Höhenpark Killesberg dazu, der Wartberg sowie der Leibfriedsche Garten und der Rosensteinpark. Direkt am Neckar geht […]

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