Die Burgruine Nippenburg Haupteingang

Ein Ausflug in die schwäbische Vergangenheit: Nur wenige hundert Meter von der bekannten Golfanlage Schloss Nippenburg entfernt liegt die historisch interessante Burgruine Nippenburg. Eine völlig andere, eine wilde und verwegene Welt. Der sichtbare Rest der Nippenburg erhebt sich strategisch günstig gelegen auf einem zu zwei Seiten steil ins Glemsstal abfallenden Bergsporn. Die Geschichte reicht zurück bis ins 12. Jahrhundert – mit großer Wahrscheinlichkeit die älteste Burgruine in der Region Stuttgart. Bewerten könnt Ihr diese Sehenswürdigkeit übrigens in unserem Location-Verzeichnis.

Teilansicht der Burgruine Nippenburg

Teilansicht der Burgruine Nippenburg

Erbaut und erweitert wurde sie in mehreren Etappen durch die Adelsfamilie von Nippenburg. Der dem Schutz dienende Bergfried schmiegt sich dort wo er noch erhalten ist, direkt an die bewaldeten Felsränder. An den militärisch typischen Schwachstellen wurde ein Halsgraben vorgelagert. Über die Torbrücke gelangt Ihr direkt zur Ruine. Laut Überlieferungen endete diese drei Meter vor der Burgmauer mit einer Zugbrücke, die bei Gefahr hochgezogen wurde. Die Ruine Nippenburg war dadurch über Jahrhunderte lang eine uneinnehmbare Festung.

Direkt an den südlichen Vorhof schließt sich die noch komplett erhaltene Scheuer an. Von dort aus gelangt Ihr zum westlichen Vorhof und den eigentlichen Burghof mit der Kelleranlage. Wichtige Vorratskammer für die Bewohner in Zeiten der Belagerung.

Längst haben Bäume, Gräser und Blumen das Terrain erobert. Efeu klettert an vielen Stellen am Gemäuer hoch und verleiht dem Ort einen romantisch mystischen Charakter.

Von der Ritterburg zum Steinbruch

Burgruine Nippenburg - von der Ritterburg zum Steinbruch

Ab Mitte des 16. Jahrhunderts räumten die Bewohner das Areal, die Anlage wurde mehr und mehr als Steinbruch und Materiallieferant missbraucht. Bretter, Balken sowie das Gemäuer wurden Stück für Stück abgetragen, um ein Herrschaftshaus zu bauen. Von einem zeitbedingt natürlichen Verfall keine Spur. In den 60er und 70er Jahren entstand der Plan zu retten, was zu retten ist. Dank umfangreicher Restaurierungsmaßnahmen wurde die Einsturzgefahr gebannt. Zurück bleibt ein charmant besuchenswerter Ort, der die Geschichte lebendig bleiben lässt. Gut so, die Region wäre um eine attraktive Sehenswürdigkeit ärmer geworden. In der Galerie könnt Ihr die Burgruine Nippenburg aus weiteren Perspektiven betrachten:

Wohnungswechsel: von der Burgruine Nippenburg in das Schloss Nippenburg

Das herrschaftliche Schloss Nippenburg

Das herrschaftliche Schloss Nippenburg

Offensichtlich wollten es die Bewohner der Anlage Mitte bis Ende des 16. Jahrhunderts etwas herrschaftlicher und repräsentativer. Die Idee, ein Schloss als Adelssitz zu bauen, wurde prompt realisiert. Verantwortlich war der bekannte Hofbaumeister Heinrich Schickhardt, der sich als Architekt dem Stil der Renaissance verschrieben hatte. Komplettiert wird das Hofgut Nippenburg durch ein sehenswertes Gebäudeensemble und den beeindruckenden Schlosspark. Angelegt ist er nach dem Prinzip des traditionellen englischen Gartenbaus mit einem tollen, über 200 Jahre alten Baumbestand. Abgegrenzt von der Außenwelt ist die Parklandschaft von einem alten Mauerwerk umgeben. Ein echter Traum.

Was bei der Burgruine Nippenburg fehlt, ist ein für solche Locations übliches Café oder ein ähnlich gastronomisches Angebot. Klein, fein mit ein paar Tischen draußen, würde dem Areal gut tun. Ein lecker Cappuccino als gelungener Abschluss der Besichtigung. Auch hier noch einige Bilder für Euch vom Hofgut:

Video mit Motiven der Ruine Nippenburg

Bildnachweis: © Andreas Schneider 2016

Author: Andreas Schneider

Mitbegründer der Local Players. Er betrachtet das Portal als Medizin gegen das stets präsente Reisefieber. Seit mehr als 30 Jahren schreibt und werbetextet er für namhafte Unternehmen, kleine Einzelhändler und Startups. Bei Bedarf gerne auch für Sie. Mehr Infos gibt es auf seiner Homepage screentext.de

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